PPA an SfK

Pädagogische und praktische Ansätze für den Unterricht an Schulen für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen

Ziele

  • Erfahrungsaustausch zur Organisation von Schule und Unterricht sowie zu den örtlichen Rahmenbedingungen (Notengebung, Zusammensetzung der Lerngruppen, technische Ausstattung von Schule und Klinik, Erlernen digitaler Kompetenzen und Umgang mit elektronischen Geräten und Fotos, administrative Unterstützung, Zeitplanung) in Zusammenhang mit der Wiedereingliederung und Inklusion psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
  • Erfahrungsaustausch zur pädagogischen und curricularen Entwicklung von Schlüsselkompetenzen, Lernzielen und Lerninhalten, die die erfolgreiche Teilhabe und Partizipation am Regelschulunterricht fördern
  • Erfahrungsaustausch zur Unterrichtsgestaltung an Krankenhausschulen und SfKs, besonders in Hinblick auf den Umgang mit digitalen Medien, der Wiederherstellung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Orientierung an Nachhaltigkeit und Umweltschutz
  • Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit mit medizinischem Personal, den Herkunftsschulen, den Eltern und gegebenenfalls Behörden
  • Besprechung von Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten

Projektpartner

EVIM gGmbH | Bildung, Schule für Kranke Bad Homburg und Kelkheim

Die beiden Beschulungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit psychischen Erkrankungen in Kelkheim und Bad Homburg gehören zur Schule am Geisberg, dessen Träger die EVIM gGmbH ist. Der Unterricht an beiden Klinikschulen stellt die Beschulung während des Tagesklinikaufenthaltes sicher, ermöglicht ein positives Erleben von Schule während des Klinikaufenthaltes, hilft Lernmotivation aufzubauen, Gruppenfähigkeit zu fördern, angstfreie Räume zu schaffen und die Schülerinnen und Schüler fachlich und persönlich zu unterstützen und zu fördern (Grundlage bilden die jahrgangsrelevanten Bildungsstandards und Inhaltsfelder). Weitere Aufgaben sind die Erstellung einer schulischen Diagnostik, die Rückführung in die allgemeine Schule / Stammschule oder Alternativfindung sowie die Beratung von Eltern, Stammschule und Klinik zur schulischen Perspektive. Schülerinnen und Schüler der Klassen 1–12 werden während ihres Klinikaufenthaltes in jahrgangsübergreifenden Gruppen unterrichtet.

Bildungsnetz Förderung: Individuell e. V. (BFI), Gütersloh

Der gemeinnützige Verein wurde 2006 gegründet. Ziel des Vereins ist es, die vorschulische und schulische Betreuung sowie die berufliche Qualifizierung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in besonderen Lernsituationen und bei unterbrochenen Lernwegen zu fördern und fortzuentwickeln. Der Verein ist Schulträger der virtuellen Ergänzungsschulen JuLe (Junge Menschen mit unterbrochenen Lernwegen) und LaR-S (Lernen auf ReisenSchule). Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit unterbrochenen Lernwegen wie langfristige Erkrankungen, lange Abwesenheit von schulischen Angeboten, besondere Förderbedürftigkeiten, Wartezeiten nach Maßnahmen. Es ist ausschließlich bezogen auf die Lernenden, die über die bestehenden Angebote nicht erreicht werden können, wie z.B. Schülerinnen und Schüler, die sich im Krankenhaus in Quarantäne befinden.

Heilstättenschule Linz (Österreich)

Die Schule ist auf den Unterricht und die pädagogische Betreuung von Schülern und Schülerinnen spezialisiert, die aufgrund von Krankenhausaufenthalten von ihrem regulären Schulalltag abgeschnitten sind. Unterricht und individuelle Förderung finden im Krankenhaus statt. Im Rahmen des pädagogischen Konzepts wird besonderer Wert daraufgelegt, die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Heimatschulen und die individuelle Lernbetreuung wird dafür gesorgt, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst wenig bzw. gar keine Nachteile in ihrer Schullaufbahn erfahren und der Wiedereinstieg in den regulären Schulalltag nach dem Krankenhausaufenthalt so reibungslos wie möglich verläuft. Ein zentrales Anliegen der Arbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern trotz ihres Krankenhausaufenthaltes eine gewisse Alltagsstruktur zu bieten. Um die bestmögliche Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, arbeiten unsere Lehrkräfte eng mit dem medizinischen Personal zusammen. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus unterschiedlichen Schultypen (z.B. Volksschule, Mittelschule, Gymnasium) und bringen individuelle Lernvoraussetzungen mit. Da sie während ihrer Behandlung nicht am regulären Schulbetrieb teilnehmen können, erhalten sie bei uns spezifische, auf ihre aktuellen schulischen Bedürfnisse und ihren Gesundheitszustand abgestimmte Lernangebote. Viele der Lernenden haben aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen besondere pädagogische und psychologische Anforderungen, die wir durch individuelle Betreuung und flexible Lernkonzepte berücksichtigen.

Abbildung zum EU-Projekt PPA an SfK